Interview with Hans-Walter Bendzko

Title

Interview with Hans-Walter Bendzko

Description

Hans-Walter Bendzko reminisces about his wartime experiences as a young boy in Berlin, before being evacuated. Describes his time at Wannsee, being properly looked after while surviving one of the Berlin bombings. Mentions incendiaries falling into a room without hurting anyone. Stresses how children saw war as part of everyday life. Recollects wartime episodes: his time in the Deutsches Jungvolk (described as a departure from daily routine), food shortages, working class ration cards, and the first British night operations in 1940. Mentions the sight of aircraft and wonders why they weren’t fired on by anti-aircraft fire or fighters. Describes the last days of war: seeking refuge from the advancing Red Army in a shelter, the fall of Berlin, contacts with the Russian soldiers, bartering water for food.

Creator

Publisher

IBCC Digital Archive

Date

2018-03-28

Contributor

Peter Schulze

Rights

This content is available under a CC BY-NC 4.0 International license (Creative Commons Attribution-NonCommercial 4.0). It has been published ‘as is’ and may contain inaccuracies or culturally inappropriate references that do not necessarily reflect the official policy or position of the University of Lincoln or the International Bomber Command Centre. For more information, visit https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ and https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/omeka/legal.

Format

00:30:30 audio recording

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ABendzkoHW180328

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Transcription

PS: Con l’intervista? Vado? Also, bevor wir anfangen, bitte ich Sie folgende Fragen zu beantworten, damit wir sicher sind, dass dieses Interview nach Ihren Wünschen sowie den Bedingungen unserer Sponsoren gemäß registriert wird. Sind Sie damit einverstanden, dass dieses Interview als eine öffentlich zugängliche Quelle aufbewahrt wird, die für Forschung, Erziehung, online und in Ausstellungen verwendet werden kann? Ja oder nein?
HB: Ja.
PS: Danke. Dass dieses Interview unter einer nichtkommerziellen Creative Commons Attributionslizenz, die mit den Buchstaben CC-BY-NC, das heisst, dass sie nicht für kommerzielle zwecke benutzt werden darf, also dass dieses Interview öffentlich zugänglich gemacht wird? Ja oder nein?
HB: Ja.
PS: Danke. Dass Sie als Author des Interview identifiziert werden? Ja oder nein?
HB: Det habe ich nicht verstanden.
PS: Dass Sie der Urheber des Interviews, der Author des Interviews.
HB: Ach so, ja. Ja.
PS: Ja oder nein? Ja?
HB: Ja.
PS: Danke. Sind Sie bereit, der Universität das Copyright Ihres Beitrags zur Verfügung zu stellen, damit es zu jedem Zweck verwendet wird.
HB: Copyright?
PS: Ja, warten Sie. Damit es zu jedem Zweck verwendet werden kann, aber sind Sie auch dessen bewußt, dass es nicht Ihren moralischen Anspruch beeinträchtigen wird, als Author des Interviews identifiziert zu werden, dem Copyright, Design und Patentsgesetz 1988 gemäss? Ja oder nein?
HB: Bisschen kompliziert aber ich sag mal ja.
PS: Danke. Ehm, ich bitte Sie jetzt um fünf Sekunden Schweigen,
HB: Ja?
PS: Weil es der Techniker verlangt.
HB: Ja. [coughs]
PS: Also, dieses Interview wird für das International Bomber Command Digital Archive geführt. Der Interviewer ist Peter Schulze, der Befragte ist Herr Hans-Walter Bendzko. Heute ist der 28 März 2018. Wir danken Herrn Bendzko für dieses Interview. Dieses Interview wird Teil des International Bomber Command Digital Archive, das an der Universität Lincoln angesiedelt und vom Heritage Lottery Fund finanziert wird. Also, Herr Bendzko, konnen Sie mir ertsmal etwas von Ihrer Jugend erzählen und von Ihrem früheren Leben, wo Sie geboren und aufgewachsen sind, Ihre Familie, Ihr Elternhaus.
HB: Ja, bin 1930 in Groß-Berlin geboren. War erst bei meinen Eltern. Als sie sich haben schieden lassen bin in ein Kinderheim gekommen bis 1945 und dann war ich bei meinen Grosseltern und habe Autoschlosser gelernt.
PS: Können Sie mir ein bisschen mehr von Ihren Eltern erzählen, welchen Beruf sie hatten, und so, in welcher Umgebung Sie eben geboren und aufgewachsen sind?
HB: Soweit ich mich erinnere, war mein Vater Buchhalter bei Rheinmetall-Borsig und meine Mutter war Hausfrau.
PS: Wenn Ihnen etwas einfällt, können Sie ruhig frei mir was erzählen.
HB: Ja, müssten mir mal ein Ziel sagen.
PS: Ja, wie war, wie war die, sagen wir die Stimmung so zu Hause während der Nazi-Zeit? Was haben Sie so mitbekommen als Kind?
HB: Tja, was hat man mitgekriegt? Eigentlich ein normales Leben. Mit zehn Jahren bin ich ins Jungvolk gekommen und, wiegesagt, dann war ich im Kinderheim Wannsee. Dann waren wir evakuiert wegen der Bombenangriffe und sind dann so im März glaub ich zurückgekommen nach Berlin. Dann bin ich zu meinen Grosseltern gekommen und habe da meine Lehre angefangen.
PS: Wie war die Zeit im Kinderheim?
HB: Die war eigentlich ganz gut da [unclear], man hat sich gut um uns gekümmert. Und wiegesagt da wir evakuiert waren beim Dorf da bei Spremberg hatten wir hier diese Angriffe, die Bombenangriffe nicht so miterlebt. Hab lediglich einmal, aber det waren Amerikanische Flugzeuge so am Tage fliegen sehen und habe mich gewundert, dass von der Deutschen Luftabwehr nischt passierte, weder Flak noch Jäger und hab dann so bei, sag mal 67 Bomben aufgehört zu zählen.
PS: Erinnern Sie sich noch an etwas über die Bombenangriffe und wie Sie das so erlebt haben?
HB: Also da draussen, bei Spremberg, bei der Evakuierung haben wir weiter nichts erlebt. Und als wir dann nach Berlin zurückkamen, [unclear], da war eigentlich mehr der Angriff der Roten Armee auf Berlin in der Erinnerung. [laughs]
PS: Erinnern Sie sich an Ihre Zeit als Kind, was Sie gespielt haben, und an andere Kinder oder so? Haben Sie irgendwelche Erinnerungen an Ihre Kind, Zeit als Kind?
HB: Nee, eigentlich wüsst ich [unclear], im Kinderheim haben wir immer zusammen gespielt, aber wat det nun noch war, das ist alles gelöscht. Ich gehe nun auf die 88 zu und da ist det eigentlich alles gelöscht.
PS: Haben Sie auch Zeit in, haben Sie auch Zeit in Luftschutzkeller verbracht oder?
HB: Luftschutzkeller, ja, zum Kriegsende, sind wir immer in Keller gegangen, weil ja die Rote Arme immer dichter kam.
PS: Wo waren diese Luftschutzkeller?
HB: Na, wir haben gewohnt in Zehlendorf, Onkel Toms‘ Hütte, Eschershauser Weg.
PS: Erinnern Sie sich ein bisschen an die Umgebung und die Stimmung die damals herrschte, auch unter Kindern?
HB: Wir Kinder haben alles als normal hingenommen, so lange wie die [unclear] funktionierten, ja? Hat sich jeder nach Hause auf’n Weg gemacht und ist in Keller gegangen, mit Eltern, oder Grosseltern oder wo eben grade wohnte.
PS: Und wie waren diese Keller?
HB: Normale Keller, so wie sie heute auch sind, bloss dass sie zum Teil, aber da bin ich mir so unsicher weil ich da viel drüber gelesen hab, die dann so mit Balken abgestützt waren.
PS: Für wie viele Leute war da Platz, also?
HB: Wartense mal, im Keller sassen immer auf zwei [unclear], waren vier, acht Wohnungen, also sagen wir mal so um zwanzig Menschen sassen da immer in einem Keller.
PS: Waren da mehr ältere Menschen, jüngere, Frauen, Kinder?
HB: Na ja, genau, die älteren, die anderen waren ja zur Wehrmacht eingezogen und dann die Frauen und Kinder.
PS: Haben Sie noch Erinnerungen an das Kinderheim, in dem Sie waren?
HB: Ja, das war in Wannsee, Alsenstrasse 12, so eine kleine Villa. Wir waren ungefähr 25 Kinder, hatten eine Köchin, und drei oder vier Tanten und eine Heimleiterin.
PS: Wenn Ihnen noch etwas einfällt, können Sie ruhig frei weitersprechen.
HB: Und in welcher Richtung jetzt noch [unclear]?
PS: Ja noch, etwas anderes eben über das Kinderheim, Erinnerungen oder alles was Ihnen so jetzt einfällt.
HB: Wie gesagt, wir waren ja [clears throat] zwei Jahre evakuiert bei Spremberg und wurden dann nachts von dem Autobus abgeholt und nach Wannsee gebracht. Und sind da denn die letzten Tage zur Schule gegangen.
PS: Können Sie mir noch den Namen wiederholen, wo Sie evakuiert waren?
HB: Der Ort hiess [unclear] bei Spremberg.
PS: Ich habe jetzt den letzten Namen nicht so richtig mitbekommen.
HB: Spremberg?
PS: Ja.
HB: S, p, r, e, m, berg, Spremberg.
PS: Erinnern Sie sich, wie Sie die Zeit verbrachten im Kinderheim?
HB: Wie bitte?
PS: Wie verbrachten Sie Ihre Zeit im Kinderheim? Haben Sie irgendwelche besondere Ereignisse, die Ihnen jetzt einfallen?
HB: Nö, normaler Tagesablauf. Aufstehen, waschen, Zähneputzen, anziehen, frühstücken, dann haben wir so viel wat gespielt. Dann wieder Mittagessen, Mittagsruhe, dann wieder Freizeit, und abends schnell ins Bett gegangen.
PS: Wie war das Kinderheim organisiert, also, wie waren die Zimmer, die Säle?
HB: Dat war ein städisches Kinderheim und wir waren vier Jungs in einem Vierbettzimmer, im ersten Stock.
PS: Bekammt Ihr, habt Ihr irgendetwas mitbekommen vom dem, was zu der Zeit passierte?
HB: Was passierte? Na ja ausser, als Besonderheiten die Fliegeralarme wo man in den Keller musste, war normales Leben, für Kinder im Kinderheim.
PS: Redeten die Erwachsenen im Kinderheim über den Krieg oder?
HB: Nee, wüsste ich, wüsste ich eigentlich nichts. Zumindest kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht dass hier irgendwie, als Stalingrad war, det grosse Ding, dass sie da, darüber gesprochen haben, unsere Erzieherin, aber ich glaube wir Kinder haben noch nicht mal Zeitungen gelesen.
PS: Und welche Erinnungen haben Sie an die Bombenangriffe?
HB: Na ja, dass wir im Trainingsanzug zu liegen hatten da in der Nähe vom Bett und sowie dann die Sirenen kamen, Trainingsanzug an und runter in den Keller.
PS: Erinnern Sie sich noch an den?
HB: Wobei, jetzt fällt mir noch ein, 1940 muss es gewesen sein, als die ersten Englischen Nachtangriffe anfingen, da ist eine Stabbrandbombe in ein Zimmer gefallen und die hatte hinten eine Hülse, die wurde abgerissen wennse durch die Dachziegel schlug und fing dann an zu brennen und die ist in ein Kinderbett gefallen und hat da gebrannt. Und auf‘m Nebengrundstück war so eine SHD, die Sicherheits und Hilfsdiensttruppe, die kamen denn und haben dann da gelöscht.
PS: Und das war im Kinderheim.
HB: Das war im Kinderheim, Alsenstrasse 12, in Berlin-Wannsee.
PS: Erinnern Sie sich noch an den Laut der Sirenen, and das Heulen der Sirenen?
HB: Ja, ja, öfter wenn man so Filme sieht, original.
PS: Haben Sie noch andere Eindrücke an die, Erinnerungen an die Englischen Nachtangriffe?
HB: Nee, eigentlich nicht, wir waren ja im Keller. Raus durfte man nicht und gucken. Heim wurde auch weiter nicht getroffen. Viel mehr könnte ich nicht sagen.
PS: Als Sie zurückkamen nach Berlin, was haben Sie vorgefunden? Haben Sie irgendwelche Eindrücke an die Zeit?
HB: Da warte mal, bin dann zu meinen Grosseltern gekommen, in Onkel Toms Hütte und dann in die Lehre gegangen [unclear] musste ich ja eine halbe Stunde laufen, bis dann die Rote Armee kam.
PS: Können Sie mir das noch ein bisschen besser beschreiben?
HB: Den Endkampf, ja?
PS: Ja, die Zeit des Ende des Krieges.
HB: Ja. Ja, die kamen immer dichter und soweit ich mich erinnere, war dann auf einmal Schluss, da hat wohl der Ort Zehlendorf kapituliert und dann zog gegenüber von unseren Wohnblock dieser Eschershauser Weghäuser waren da immer drei Blöcke auf jeder Strassenseite. Da wurde denn gegenüber der Block geräumt, da zogen dann die Sowjetischen Soldaten ein, stellten ihre Fahrzeuge schön ordentlich auf die Rasenfläche und wir Kinder haben dann natürlich mit den Soldaten Kontakt aufgenommen. Da gab’s ja keine Wasserleitung und keine Elektro, kein Gas mehr und dann haben wir gegenüber, da war die Offiziersküche, haben wir dann für den Koch immer Wasser geholt von der Pumpe. Und von den dann haben wir immer, [unclear] mit dem Essen fertig waren, haben wir dann immer so ein Liter Eimer voll Essen gekriegt. [unclear] mit nach Hause genommen haben zu meinen Grosseltern, die waren ursprünglich aus Ostpreussen und haben sich gar nicht rausgetraut.
PS: Haben Sie noch andere Erinnerungen, von denen Sie mir erzählen möchten?
HB: Tja, [unclear], so im Moment weiter nicht, dass wir ausserdem gut mit den ausgekommen sind bis die abgezogen sind, nö, wüsst ich nicht weiter.
PS: Wo wohnten Ihre Grosseltern?
HB: Bitte?
PS: Wo wohnten Ihre Grosseltern?
HB: In Zehlendorf, Onkel Toms Hütte, Eschershauser Weg 27.
PS: Sie erzählten mir vorher von einer Brandbombe, die ins Kinderheim, also eingebrochen ist, eingefallen.
HB: Ja, ja.
PS: Es ist nur einmal passiert?
HB: Ja, ja, gleich am Anfang, 1940. Die Engländer hatten die irgendwie so warscheinlich aus Bündeln rausgeworfen. Dann brannte überall, das waren so Waldgrundstücke, da lagen die überall und da sah man dann so die Flammen von den Phosphor [unclear].
PS: Also es waren Phosphorbomben.
HB: Ja, soweit ich als Laie sagen kann, Termit war nicht, Termit war wohl greller.
PS: Hat es damals, damals hat es keine Opfer gegeben, oder?
HB: Tote oder Verwundete nicht, nee, waren ja alle im Keller.
PS: Erinnern Sie sich ob Sie damals, bei dieser Brandbombe, Gedanken gemacht haben, wer die Bomben abgeworfen hat?
HB: [laughs] War ja klar, nachts kamen die Engländer und am Tag die Amerikaner.
PS: Erinnern Sie sich welche Gefühle Sie damals gegenüber diesen, welche Gefühle Sie damals hatten?
HB: Da war Krieg und jeder hoffte, wir auch, [unclear] dass wir den Krieg gewinnen.
PS: Und haben Sie auch mit den anderen Kinder irgendwie ein bisschen darüber gesprochen? Ich weiss, dass Sie sehr klein waren immerhin.
HB: Nee, nee, nee, nee.
PS: Wieviele Bombenangriffe haben Sie dann miterlebt?
HB: Oh, das kann ich nicht zählen. Ob dann nun jede Nacht oder so, nee, da bin ich überfragt, beim besten Willen, das wüsste ich nicht mehr.
PS: Erinnern Sie sich an den Tag, an dem der Krieg zu Ende war?
HB: Im Berlin, war Kapitulation am zweiten Mai. Die Russen, die Soldaten, die haben dann da gefeiert und für uns war natürlich auch beruhigend, dass nun zu Ende war mit Bombenangriffen und so.
PS: Sie sagten, Sie sind auch im Jungvolk gewesen. Wie erinnern Sie sich an die Zeit?
HB: Ja. Ja, das war da immer in Wannsee, da war ich im Kinderheim, das war denn Sonnabend oder Sonntag, [unclear] unseren Dienst hatten.
PS: Fällt Ihnen noch etwas ein zu dieser Zeit?
HB: Jetzt hier Jungvolkdienst oder was?
PS: Ja.
HB: Na ja, das war diese übliche Form militärischer Ausbildung, würde ich heute sagen, antreten, rechts rum, links rum, marschieren, diesen ganzen Quatsch.
PS: Und wie fanden Sie das als Kind?
HB: Das war interessant, war eine Abwechslung, ja? Jeder wollte ja Soldat werden.
PS: Hatten Sie dann auch Unterricht zu der Zeit?
HB: Ja, wie einen Schulunterricht, ja klar, volles Programm.
PS: Würden Sie gerne noch etwas hinzufügen zu Ihren Erfahrungen mit den Bombenangriffen?
HB: Nee, wüsste ich nicht mehr.
PS: Können Sie mir etwas noch zu der ersten Nachkriegszeit, also zu der Nachkriegszeit erzählen?
HB: Die erste Nachkriegszeit, mit der Ernährung war [unclear] Arbeiterkarte hatte, meine Grosseltern hatten ja nur die Hungerkarte, [unclear] meine Lehrwerkstadt wo ich gelernt hab. Dann haben wir dann erst mit den Kraftfahrern, die Sowjetischen, also [unclear] Autos repariert, kriegten wir da auch Verpfelgung von Russen, bis denn die Amerikaner einzogen.
PS: Erinnern Sie sich an irgendetwas, an die Zeit, als die Amerikaner eingezogen sind?
HB: Die haben erst mal da deutsche Häuser beschlagnahmt und die Leute da rausgesetzt, mussten dann woanders untergebracht werden bis sie denn für die Amerikaner eigene Siedlungen gebaut haben.
PS: Es gab wenig zu essen zu der Zeit.
HB: Ja, ja, war eine ziemlich hungrige Sache da.
PS: Erinnern Sie sich was Sie noch so zu Essen hatten?
HB: Na ja, was so auf Karten zugeteilt wurde. Brot, Margarine, irgendwelche Wurstsorten, Kartoffeln.
PS: Ich wollte Sie dann noch fragen, was denken Sie heute von den Bombenangriffen von damals? Wie sehen Sie das heute?
HB: Tja, war Krieg, mussteste so hinnehmen. Wir haben bombardiert, die anderen haben bombardiert, jeder wollte den Krieg gewinnen.
PS: Fällt Ihnen noch irgendetwas ein, dass Sie mir vielleicht erzählen möchten, entweder zu der Zeit der Evakuierung oder als Sie wieder in Berlin waren? Irgendwelche Kindheitserinnerungen?
HB: Mehr wüsste ich wirklich nicht.
PS: Erinnern Sie sich an irgendwelche, irgendeinen Geruch oder an einen Laut oder etwas, dass Ihnen so geblieben ist von der Zeit?
HB: Neine, keine Erinnerungen mehr.
PS: Gut, ich würde dann jetzt aufhören.

Citation

Peter Schulze, “Interview with Hans-Walter Bendzko,” IBCC Digital Archive, accessed November 12, 2019, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/omeka/collections/document/8025.

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