Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte

MMolloyS[Ser#-DoB]-160212-01.pdf

Title

Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte

Description

Contains photographs, silhouettes and drawings of British, American and Russian aircraft, showing dimensions, armament, armour plate or glass, and position of fuel tanks. Tables set out aircraft capabilities, including range and bomb loads.

Creator

Publisher

IBCC Digital Archive

Date

1942-09

Contributor

Peter Schulze

Rights

This content is available under a CC BY-NC 4.0 International license (Creative Commons Attribution-NonCommercial 4.0). It has been published ‘as is’ and may contain inaccuracies or culturally inappropriate references that do not necessarily reflect the official policy or position of the University of Lincoln or the International Bomber Command Centre. For more information, visit https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ and https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/omeka/legal.

Format

223 printed sheets. The following pages are missing: 25b, 25d, 43, 61a, 73, 75, 76, 79, 80, 81.

Language

Identifier

MMolloyS[Ser#-DoB]-160212-01

Temporal Coverage

Transcription

[Partial transcription]

Frontnachrichtenblatt der Luftwaffe
Nicht zum Feindflug mitnehmen!

Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe
Führungsstab I C

Sonderausgabe:
Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte

Teil I: Britishe Kriegsflugzeuge (einschl. Der USA-Lieferungen)
Teil II: Die Kriegsflugzeuge der USA.
Teil III: Die Kriegsflugzeuge der Sowjet-Union
Leistungen und Bilder

Stand: 1. September 1942

INHALT
Vorbemerkungen Anlagen 1 und 2
Teil I: Britische Kriegsflugzeuge (einschl. Der USA.-Lieferungen)
Hoheitsabzeichen der britischen Kriegsflugzeuge Anlage 3
Leistungstabellen Grossbritannien (einschl. Der USA.-Lieferungen) Anlagen 4a-4c
Schattenrisse im Maßstab 1:1000 der wichtigsten britischen Kriegsflugzeuge Anlagen 5a-5e
Westland “Lysander” Anlagen 6a-6c
Hawker “Hurricane I” Anlagen 7a, 7b
Hawker “Hurricane II C” Anlagen 8a-8c
Supermarine “Spitfire I” Anlagen 9a, 9b
Supermarine “Spitfire V” Anlagen 10a, 10b
Supermarine “Spitfire” (Aufkl.) Anlage 10c
Westland “Whirlwind” Anlagen 11a-11c
Boulton & Paul “Defiant” Anlagen 12a, 12b
Bristol “Beaufighter I” Anlagen 13a, 13b
Bristol “Blenheim-Fighter” Anlagen 14a, 14b
Bell “Airacobra” (P-39) Anlagen 15a-15c
Brewster “Buffalo” (F2A-2) Anlagen 16a-16c
Lockheed “Lightning” (P-38) Anlagen 17a-17c
Grumman “Martlet” (F4F-3 “Wildcat”) Anlagen 18a-18c
North American “Mustang” (P-51)Anlagen 19a-19c
Curtiss “Tomahawk” (P-40B) Anlagen 20a, 20c, 20d
Curtiss “Kittyhawk” (P-40E) Anlagen 20b, 20d
Curtiss “Warhawk” (P-40F) Anlagen 20d
Bristol “Beaufort” Anlagen 21a-21c
Bristol “Blenheim I” Anlage 22
Bristol “Blenheim IV” (“Long-nosed”) Anlagen 23a, 23b
Bristol “Blenheim VIII“ Anlage 23c
Handley-Page “Halifax I” Anlagen 24a-24c
Handley-Page “Halifax II” Anlage 24d
Handley-Page “Hampden” Anlagen 25a-25c
Handley-Page “Hereford” Anlage 25d
Avro “Lancaster” Anlagen 26a-26c
Avro “Manchester” Anlagen 27a-27c
De Havilland D. H. 98 “Mosquito” Anlage 28
Short “Stirling” Anlagen 29a-29c
Vickers “Wellington I” Anlage 30b
Vickers “Wellington II” Anlage 30c
Vickers “Wellington III” Anlagen 30a, 30c
Armstrong-Whitworth “Whitley V” Anlagen 31a-31c
Martin “Baltimore” Anlagen 32a, 32b
Martin “Maryland” Anlagen 33a-33c
Lockheed “Hudson” (A-29) Anlagen 34a-34c
Lockheed “Ventura” Anlage 35
Douglas “Boston” (A-20A) Anlagen 36a-36c
Boeing “Fortress I” (B-17 C, D) Anlagen 37a-37c
Boeing “Fortress II” (B-17 E)Anlagen 38a, 38b
Consolidated “Liberator” (B-24) Anlagen 39a-39c
Brewster “Bermuda” (SB2A-1 “Bucaneer”) Anlagen 40a-40c
Vought-Sikorsky “Chesapeake” (SB2U-3 “Vindicator”) Anlagen 41a-41c
Curtiss “Cleveland” (SBC-3) Anlagen 42a-42c
Fairey “Seafox” Anlage 43
Supermarine “Walrus” Anlage 44
Saro “Lerwick” Anlagen 45a-45c
Short “Sunderland” Anlagen 46a-46c
Consolidated “Catalina” (PBY-5 “Catalina”) Anlagen 47a-47c
Consolidated “Coronado” (PB2Y-3 “Coronado”) Anlagen 48a, 48b
Martin “Mariner” (PBM-2 “Mariner”) Anlagen 49a, 49b
Fairey “Fulmar” Anlagen 50a, 50b
Blackburn “Roc” Anlagen 51a-51c
Fairey “Albacore” Anlagen 52a-52c
Fairey “Swordfish” Anlagen 53a, 53b
Blackburn “Skua” Anlagen 54a-54c
Northrop N-3PB Anlage 55
Bristol “Bombay” Anlage 56
De Havilland “Flamingo”, “Hertfordshire”Anlage 57
General Aircraft “Hotspur II” Anlagen 58a, 58b

Teil II: Die Kriegsflugzeuge der USA.
Hoheitsabzeichen Anlage 59
Allgemeines Anlage 60
Leistungstabellen USA Anlagen 61a, 61b
Schattenrisse im Maßstab 1:1000 der wichtigsten USA.-Kriegsflugzeuge Anlagen 62a, 62b
North American O-47Anlage 63
Curtiss O-52 Anlage 64
Republic P-43 “Lancer” Anlage 65
Republic P-47 “Thunderbolt” Anlage 66
Douglas A-24 Anlage 67
North American B-25B Anlage 68b
North American B-25C “Mitchell” Anlagen 68a, 68c
Martin B-26 “Marauder”Anlagen 69a, 69b
Douglas SBD-3 “Dauntless” Anlage 70
Curtiss SB2C-1 “Helldiver” Anlagen 71a, 71b
Vultee V-72 “Vengeance” Anlagen 72a, 72b
Vought-Sikorsky SO2U “Kingfisher” Anlage 73
Curtiss SO3C-1 “Seagull” Anlage 74
Boeing PBB-1 “Sea Ranger” Anlage 75
Consolidated 31 Anlage 75
Vought-Sikorsky F4U-1 “Corsair” Anlage 76
Douglas TBD “Devastator” Anlage 77
Grumman TBF “Avenger” Anlage 78
Transportflugzeuge Anlagen 79, 80
Lastensegler Anlage 81
Kleinluftschiff (sog. “Blimp”) Anlage 81
Teil III: Die Kriegsflugzeuge der Sowjet-Union
Hoheitsabzeichen Anlage 82
Allgemeines Anlagen 83a, 83b
Leistungstabellen Sowjet-Union Anlage 84
Schattenrisse im Maßstab 1:1000 der wichtigsten Kriegsflugzeuge der Sowjet-Union....Anlagen 85a-85c
R-5 Anlage 86
R-10 Anlagen 87a, 87b
I-15 bis Anlage 88
I-153 Anlagen 89a, 89b
I-16 Anlagen 90a, 90b
JAK-1 Anlagen 91a, 91b
MIG-1, -3 Anlagen 92a, 92b
LAGG-3 Anlagen 93a, 93b
SB (bisher SB-2) Anlage 94
SB (bisher SB-3) Anlagen 95a, 95b
AR-2 Anlagen 96a, 96b
DB-3 Anlagen 97a, 97b
DB-3F Anlagen 98a, 98b
JAK-4 Anlage 99
PE-2 Anlagen 100a, 100b
SU-2 Anlagen 101a, 101b
IL-2 Anlagen 102a, 102b
ER-2 Anlage 103
TB-7 Anlage 104
KOR-1 Anlage 105
MBR-2 Anlagen 106a, 106b
MDR-6 Anlage 107
GST Anlage 108
TB-3 Anlage 109a, 109c
PS-84 Anlagen 109b, 109c
U-2 Anlage 110
UT-1 Anlage 111
UT-2 Anlage 111
JAK-7 Anlage 112

Teil I: Britische Kriegsflugzeuge (einschl. Der USA.-Lieferungen)

Achtung!
Wichtige Vorbemerkungen!
In den Leistungstabellen sind die Flugzeuge der USA.-Herkunft durch entsprechende Überschrift kenntlich gemacht und die militärische und Werksbezeichnung in USA. in der Spalte “Bemerkungen” angeführt.
Bei den Schattenrissen im Maßstab 1:1000 tragen die Anlagen links oben die Überschrift:
“Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte” Grossbritannien (einschl. USA.-Lieferungen)
Diejenigen Flugzeugmuster, die bei der britischen und bei der USA.-Fliegertruppe eingesetzt sind, tragen in Klammern unter der britischen militärischen Bezeichnung auch die militärische Bezeichnung in USA.
Bei den Bildtafeln und Bewaffnungsskizzen wird unterschieden a) zwischen den Mustern britischer Herkunft, b) den Mustern amerikanischer Herkunft, die nur bei der britischen Luftwaffe eingesetzt werden und c) den Mustern, die bei der britischen und USA.-Fliegertruppe Verwendung finden.
Die unter c) angeführten Muster werden in Teil II “Die Kriegsflugzeuge der USA.” nicht mehr angeführt.
Die Anlagen tragen deshalb in Teil I links oben folgende unterschiedliche Bezeichnungen:
Zu a) Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte” Grossbritannien
Zu b) Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte” Grossbritannien (Herkunft USA.)
Zu c) Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte” Grossbritannien und USA.
Im Fall b) werden die USA.-Werksbezeichnungen in “Fußnoten” gebracht.
Im Fall c) werden die militärischen USA.-Bezeichnungen in Klammern hinter der britischen Benennung, die USA.-Werksbezeichnungen in Fußnoten gebracht.



Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte - Anlage 1
Vorbemerkungen:
1. Die Steigzeiten werden auf 0,5 min, die Dienstgipfelhöhe auf 0,5 km, die Geschwindigkieten auf 5 km/st abgerundet.
2. Bei den Motorenleistungen sind die Höchstleistungen und dahinter die Höhe angegeben, in der die Höchstleistung des betreffenden Motorenmusters erzielt wird.
3. In der Rubrik bew. MG.-Stände/ MG. in den Tabellen (Anlagen 4a – 4c, 61 a, 61 b und 84) bedeutet die obere Zahl die Anzahl der Mg.-Stände, die untere Zahl die Gesamtzahl der MG. Die Anordnung der einzelnen MG. siehe Bewaffnungsskizze des betr. Musters.
4. Flugdauer und Gesamtflugstrecke sind naturgemäß abhängig vom Grad der Drosselung. Die Flugdauer kann sich schätzungsweise rund in den Grenzen 1:3 bewegen, die Gesamtflugstrecke in den Grenzen 1:2. Die angegebene Flugdauer und Gesamtflugstrecke bezieht sich zumeist auf eine mittlere Drosselung von etwa 66% oder auf die angeführte Marschgeschwindigkeit.
5. Unter normaler Flugstrecke und normaler Eindringtiefe sind die Werte bei größter Bombenlast angegeben.
6. Die Leistungen und näheren Angaben der Flugzeuge für mehrere Verwendungszwecke werden nur in der Tabelle der Hauptverwendung angeführt.
7. Bei Unterschieden zu den Angaben der früher herausgegebenen Leistungstabellen sind die Angaben in den Zusammenstellungen dieses Heftes maßgebend.
8. Bei der Betrachtung der Bilder ist zu berücksichtigen, daß die Tarnbemalung entsprechend den verschiedenen Kriegsschauplätzen verschieden ist.
Alle Angaben sind nach dem Stande vom 1. September 1942 neu bearbeitet.
Die in den bisherigen Frontnachrichtenblättern erschienenen Bilder und Zeichnungen der wichtigsten Kriegsflugzeuge sind, soweit brauchbar, wiederholt und ergänzt, die Leistungsangaben berichtigt worden.
Vorliegendes Sonderheft zum Aushang bringen und zum Unterricht benutzen!


Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte - Anlage 2
Anordnung der Bewaffnung, der Kraftstoffbehälter und der Panzerung bei den wichtigsten Kriegsflugzeugen der Feindmächte
In den Zeichnungen sind die Bewaffnung, die Kraftstoffbehälter und die Panzerung nach nachstehendem Schema eingezeichnet:
- Kraftstoffbehälter geschützt
- Kraftstoffbehälter ungeschützt
- Panzerung
- MG
- MG. in Bola [Bola= short for “Bodenlafette”, a ventral gun carriage or gondola]
- Kanone
Die Skizzen sind ohne bestimmten Maßstab. Die Eintragungen wurden auf Grund der zur Zeit vorhandenen Unterlagen – soweit möglich unter Auswertung der Beuteflugzeuge – durchgeführt.
Es ist anzunehmen, daß alle Flugzeuge mindestens mit einem Rückenpanzer für den Flugzeugführer behelfsmäßig ausgestattet sind. Bei den Flugzeugmustern, bei denen an Hand von Beuteflugzeugen eine Panzerung festgestellt wurde, ist diese in den Skizzen eingezeichnet.
Bei den neusten Flugzeugen finden sich nunmehr auch geschützte Kraftstoffbehälter.
Bei den Angaben über die Bewaffnung ist zu berücksichtigen, daß ein und dasselbe Flugzeugmuster verschiedene Bewaffnung aufweisen kann, z. B. Doppel-MG. statt Einfach-MG., Kanonen statt starre MG. usw. Alle bisher bekanntgewordenen Bewaffnungsarten sind bei den jeweiligen Mustern in der Beschreibung auf der Skizze vermerkt.
Die Skizzen von Feindflugzeugen mit Eintragung der Bewaffnung, der Kraftstoffbehälter und der Panzerung werden entsprechend eingehender neuer Unterlagen laufend berichtigt und für neu eingesetzte Flugzeugmuster laufend ergänzt werden!


Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte - Großbritannien (einschl. Der USA.-Lieferungen) – Anlage 3
Hoheitsabzeichen der britischen Kriegsflugzeuge
Flügeloberseite
Flügelunterseite
Neuerdings sind der gelbe Ring um die Kokarde, desgleichen der weiße Ring in der Kokarde und der weiße Streifen an der Seitenflosse wesentlich schmäler gehalten. Bisher waren alle Ringe der Kokarde und alle Streifen an der Seitenflosse gleich breit.

Teil II: Die Kriegsflugzeuge der USA.

Achtung!
Wichtige Vorbemerkung!
In diesem Teil sind die Muster nicht mehr aufgeführt, die auch in der britischen Luftwaffe eingesetzt sind. Diese Muster sind im Teil I “Britische Kriegsflugzeuge” (einschl. der USA.-Lieferungen) in den Anlagen 15a-15c, 16a-16c, 17a-17c, 18a-18c, 19a-19c, 20a-20d, 34a-34c, 36a-36c, 37a-37c, 38a, 38b, 39a-39c, 40a-40c, 41a-41c, 42a-42c, 47a-47c, 48a, 48b, 49a und 49b gebracht. Diese Anlagen sind dadurch besonders kenntlich gemacht, daß sie links oben folgende Bezeichnung tragen:
Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte
Großbritannien und USA.
Die meisten Bilder tragen noch di bisherigen Hoheitsabzeichen.

Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte – USA. - Anlage 59
Hoheitsabzeichen der USA.-Kriegsflugzeuge
Hoheitsabzeichen auf Flügelober- und –unterseite. Neuerdings häufig nur auf einer Flügelseite (linker Oberseite und rechter Unterseite). Die Flügelunterseiten der Heeresflugzeuge tragen außerdem häufig die Aufschrift: US-Army.
Hoheitsabzeichen auf beiden Seiten des Rumpfes.
Sowohl bei Heeres- als auch bei Marineflugzeugen nicht regelmäßig vorhanden.
Hoheitsabzeichen auf beiden Seiten des Rumpfes, nur bei Marineflugzeugen. Nicht regelmäßig vorhanden.
Hoheitsabzeichen: fünfzackiger weißer oder hellgrauer Stern in kreisförmigem blauen Feld. Nach einer unbestätigten Pressemeldung ist das Hoheitsabzeichen von gelbem Ring umschlossen (warscheinlich am Rumpf). Weiß, gelb, blau


Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte – USA. - Anlage 60
Allgemeines
Bedeutung der Bezeichnung der Flugzeugmuster der amerikanischen Heeresfliegertruppe
Die einzelnen Flugzeugmuster werden durch Buchstaben und eine Zahl gekennzeichnet. Die Buchstaben vor der Zahl bedeuten die Kategorie, die Zahl gibt an, um das wievielte Muster in der betreffenden Kategorie es sich handelt. Die Bezifferung ist hierbei laufend, ohne Rücksicht auf die Herstellerfirma und ohne Rücksicht darauf, ob das Muster nur als Versuchsmuster oder in Serie gebaut wurde. Ein weiterer Buchstabe nach der Zahl gibt die verschiedenen Serien (Ausführungen) des betreffenden Musters an. Die Kategorien werden durch folgende Buchstaben bezeichnet:

O (Observation) = Aufklärer
B (Bombing) = Kampfflugzeug
A (Attack) = Tiefangriffsflugzeug
P (Pursuit) = Jäger
FM (Multiseater Fighter) = mehrsitziger Jäger (Zerstörer)
C (Cargo) = Transportflugzeug
OA (Observation Amphibium) = Aufklärer-Amphibienflugzeug

Ein X (Experimental) vor der Bezeichnung bedeutet, daß es sich um ein Versuchsmuster handelt, ein Y, daß es sich um ein Flugzeugmuster im Truppenversuch handelt. Zum Beispiel:
B-18 = das 18. Kampfflugzeugmuster
B-18A = die 2. Serie (1. Abwandlung des 18. Kampfflugzeugmusters)
YFM-2 = das 2. Zerstörermuster, im Truppenversuch sich befindend
P-40D = die 5. Ausführung des 40. Jägermusters

Bedeutung der Bezeichnung der Flugzeugmuster der amerikanischen Marinefliegertruppe
Die Fluzeugmuster werden durch eine Gruppe von Buchstaben und Zahlen bezeichnet, die durch einen Bindestrich getrennt sind. Durch die Gruppe vor dem Bindestrich wird die Art der Verwendung, die Herstellerfirma und die Musterzahl gekennzeichnet, während die Zahl hinter dem Bindestrich die betreffende Serie angibt. Der letzte Buchstabe vor dem Bindestrich ist das Kennzeichen für die Herstellerfirma, wobei die einzelnen Firmen wie folgt bezeichnet sind:

A = Brewster
B = Boeing (auch Beech Aircraft)
C = Curtiss
D = Douglas
F = Grumman
H = Hall
J = North American
L = Bell
M = Martin
N = Naval Aircraft Factory
O = Lockheed
P = Spartan
R = Ryan
S = Stearman
T = Northrop
U = Vought-Sikorsky
Y = Consolidated.

Die vorangehende Zahl gibt an, um das wievielte Flugzeug dieser Kategorie der betreffenden Firma es sich handelt, wobei jedoch das erste Flugzeug nicht speziell durch eine Zahl angeführt wird. Die Zahl 1 wird daher weggelassen. Vor dieser Zahl wird der Verwendungszweck des Musters durch 1 bis 2 Buchstaben ausgedrückt. Der erste Buchstabe bedeutet hierbei den Hauptverwendungszweck, der zweite die zusätzliche Verwendungsart. Es werden folgende Buchstaben verwendet:

P = Fernaufklärer (Flugboote)
O = Aufklärer (Artilleriebeobachter)
S = Nahaufklärer
B = Kampfflugzeuge (Stuka)
F = Jagdflugzeuge
J = Arbeitsflugzeuge (Amphibien)
N = Schulflugzeuge
R = Reiseflugzeuge
T = Torpedoflugzeuge
PB = Fernaufklärer-Kampfflugzeuge
OS = Artilleriebeobachter und Nahaufklärer
SB = Aufklärer-Stuka
TB = Torpedo-Kampfflugzeuge
SN = Aufklärer-Schulflugzeuge
JR = Arbeits-Reiseflugzeuge
Ein X (Experimental) vor diesen Buchstaben bedeutet, daß es sich um eine Versuchsauführung handelt. Die Zahl hinter dem Bindestrich bezeichnet, um die wievielte Serie des betreffenden Musters es sich handelt, wobei die einzelnen Serien verschiedene Motorenmuster oder sonstige Änderungen aufweisen.
Zum Beispiel:
S U-4
S: Kategorie “Aufklärer”
U: Fa. Vought (Da keine Zahl voraussteht, bedeutet es das 1. Muster dieser Kategorie)
4: 4. Serie

S B 2 U-3
S B: Kategorie “Aufklärer-Stuka”
2: 2. Muster dieser Kategorie (der Fa. Vought)
U: Fa. Vought-Sikorsky
3: 3. Serie

X T B F -1
X: Versuchsmuster
T B: Kategorie Torpedobomber
F: Fa. Grumman (1. Muster der Kategorie)
1: 1. Serie


Teil III: Die Kriegsflugzeuge der Sowjet-Union

Achtung!
Wichtige Vorbemerkung!
Um die Feststellung von erbeuteten Flugzeugen zu erleichtern, sind die Muster auch mit den russischen Buchstaben bezeichnet, z. B. I-16 = И-16.
Bei den seit 1940 engeführten neuen Flugzeugmustern erfolgte ab 1941 eine Änderung der Bezeichnung: die Neubezeichnung führt nicht mehr die Kategorie der Flugzeuge an, sondern ist aus den Namen der Konstrukteure gebildet. Diese neuen militärischen Bezeichnungen werden in der vorliegenden Zusammenstellung in der ersten Überschriftzeile in der deutschen und der russischen Schreibweise angegeben, die bisherigen Bezeichnungen in Klammern darunter (nur in der deutschen Schreibweise). Bei den schon früher eingeführten Mustern ist die alte Bezeichnungsart beibehalten worden.
In diesem Teil werden nur die Kriegsflugzeuge gebracht, die in der Sowjet-Union selbst hergestellt werden.
Die Muster britischer und amerikanischer Lieferungen sind in Teil I (Britische Kriegsflugzeuge einschl. der USA.-Leiferungen) und Teil II (Die Kriegsflugzeuge der USA.) zu finden.
Zur Zeit (September 1942) sind folgende fremde Muster bei der Luftwaffe der Sowjet-Union festgestellt worden:
Jagdeinsitzer Hawker “Hurricane” (s. Teil I, Anlagen 7a, 7b, 8a-8c)
Jagdeinsitzer Bell “Airacobra” (s. Teil I, Anlagen 15a-15c)
Jagdeinsitzer Curtiss “Tomahawk” (s. Teil I, Anlagen 20a, 20c, 20d)
Kampfflugzeug Douglas “Boston II” und “Boston III” (s. Teil I, Anlagen 36a-36c)
Kampfflugzeug North American B-25 (s. Teil II, Anlagen 68a-68c)

Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte – Sowjet-Union - Anlage 82
Hoheitsabzeichen nach sowjetischer Vorschrift von 1941
Seitenansicht
Ansicht von oben
Ansicht von unten
Die Vorschrift wird nicht in allen Fällen genau durchgeführt. Es wurde festgestellt, daß der Sowjetstern auf dem Seitenruder gelegentlich fehlt oder daß die Flügeloberseite das Hoheitsabzeichen trägt.

Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte – Sowjet-Union - Anlage 83a
Allgemeines
Die militärische Bezeichnung der älteren Muster erfolgt nach der Kategorie des betreffenden Musters mit einem oder zwei Buchstaben und einer darauffolgenden Zahl.
Es bedeutet hierbei:
I (Istrebitelj) = Jagdeinsitzer
DI (Dwuchmestnyi Istrebitelj) = Jagdzweisitzer
B (Bombardirowschtschik) = Bomber
SB (Skorostnoj Bombardirowschtschik) = Schneller Bomber
DB (Daljnyj Bombardirowschtschik) = Fern-Bomber
BB (Blishnij Bombardirowschtschik) = Nah-Bomber
TB (Tjashjolyj Bombardirowschtschik) = Schwerer Bomber
PB (Pikirujuschtschi Bombardirowschtschik) = Stuka
BSch (Bronirowany Schturmowik) = Gepanzertes Schlachtflugzeug
R (Raswedtschik) = Aufklärer
SchR (Schturmowik Raswedtschik) = Teifangriffsflugzeug – Aufklärer
U (Utschebnyj Samoljot) = Schulflugzeug
UT (Utschebnyj Trenirowatschnyj) = Schul-Übungsflugzeug.
In der darauffolgenden Zahlenbezeichnung ist kein System zu erkennen. Die Zahlen sind weder aufeinanderfolgend, noch nach Werk, Konstrukteur oder Motor durchgeführt. Weiterentwicklungen werden manchmal durch eine nachfolgende Zahl, z. B. I-15 ………. I-153, manchmal durch einen nachfolgenden Buchstanden, z. B. DB-3……………Db-3F, bezeichnet.
Bei den neu eingeführten Flugzeugmustern erfolgt die Bezeichnung seit 1941 nicht mehr nach der Kategorie des Musters, sondern nach den Namen der Konstrukteure (vgl. Vorbemerkung).
Die Werktypenbezeichnung erfolgt durch eine Nummer.
Neue Bezeichnung:
JAK-1
JAK-2, -4
JAK-7
MIG-1, -3
LAGG-3
AR-2
PE-2
ER-2
SU-2
IL-2
Ursprüngliche Bezeichnung:
I-26
BB-22
UTI-26 (I-26 als 2sitziges Übungsflugzeug)
I-200 (Werksbezeichnung I-61)
I-301
SB-RK
Bei den neuen Mustern wurde oft eine Verschiedenheit in der Konstruktion oder in der Bewaffnung vorgefunden, was darauf schließen läßt, daß die serienmäßige Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte – Sowjet-Union - Anlage 83b
Bei Meldungen über abgeschlossene oder zerstörte Flugzeuge ist künftig die neue Musterbezeichnung anzuführen!
Hinweise für den Flugmeldedienst:
Die Unterschiede zwischen einigen Flugzeugmustern sind derart gering, daß ihr einwandfreies Erkennen im Luftraum schwierig ist. Für den Flugmeldedienst werden daher zweckmäßig sich sehr ähnlich sehende Muster (die auch immer gleichen Verwendungszweck haben) unter nur einer Bezeichnung zusammengefaßt.
1. I-15bis und I-153 werden nur als I-153 angesprochen. I-153 ist nur eine Weiterentwickung des Musters I-15 und hat wesentlichstes Merkmal ein einziehbares Fahrwerk. Außerdem sind beim Muster I-153 der obere und untere Flügel geknickt.
2. Die drei neuen Jagdeinsitzermuster LAGG-3, MIG-1, -3 und JAK-1 (“Spitzmaus”-Muster) werden nur “Lagg” angesprochen.
Am Boden ist die Unterscheidung wegen der verschiedenen Bauweisen ohne weiteres möglich.
Das Muster LAGG-3 ist in Ganzholzbauweise ausgeführt,
Das Muster JAK-1 hat einen Holzflügel (durchlaufend) und einen Rumpf aus Stahlrohr geschweißt, mit Stoff bespannt,
Das Muster MIG-1, -3 hat die Außenflügel und den rückwärtigen Teil des Rumpfes ab Führersitz in Holzbau, den Rumpfvorderteil und das Flügelmittelstück in Metallbau.
Diese drei neuen Jagdeinsitzermuster haben flüssigkeitsgekühlte V-Motoren, die beiden älteren Muster haben luftgekühlte Sternmotoren.
3. Alle SB-Muster (SB-2, -3) und das Muster AR-2 (SB-RK) werden unter der Sammelbezeichnung “SB” angesprochen.
Hauptunterscheidung am Boden:
Alle drei Muster haben flüssigkeitsgekühlte V-Motoren, aber verschiedene Kühleranordnung: SB-2 Stirnkühler, SB-3 Bauchkühler, AR-2 (SB-RK) Flügelkühler.
SB-2 und SB-3 haben einen Bugstand mit Schwenklafette, wobei jedes MG. sich in einem Längsschlitz in der Bugnase bewegt, das Muster AR-2 hat einen geschlossenen Bugstand mit einem MG. in Kugellafette.
Das Muster AR-2 hat Sturzflugbremsen, ähnlich wie die Ju-88, die beiden SB-Muster haben keine Sturzflugbremsen.
4. Die beiden Muster DB-3 und DB-3 F werden unter der Bezeichnung “DB-3” zusammengefaßt (zum Unterschied vom Muster TB-3 = “TB-3” Ansprache zweckmäßig “Dora B-3” und “Toni B-3”).
Beide Muster haben luftgekühlte Sternmotoren und unterscheiden sich nur durch die Art der Bugkanzel. Das Muster DB-3 hat eine stumpfe Kanzel mit einem MG.-Drehturm im Bug, das Muster DB-3 F hat eine langgestreckte Kanzel mit einem MG. in Kugellafette.
Alle anderen Muster sind mit ihrer Bezeichnung anzusprechen. Ähnlich sind sich noch die Muster SU-2 und R-10 sowie die beiden Muster PE-2 und JAK-4. Ein sicheres Unterscheiden dieser Muster wird nur bei einigen Fluglagen möglich sein. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal bei den Mustern SU-2 und R-10 is die Lage des Führersitzes, der beim Muster R-10 ganz vorn, unmittelbar hinter dem Motor angeordnet ist, während er beim Muster SU-2 weiter zurücklegt. Bei der Ansicht von unten weist das Muster R-10 eine gerade Flügelhinterkante (Keilflügel) auf, während das Muster SU-2 einen Doppeltrapezflügel hat. Als Unterscheidungsmerkmal am Boden dient auch das Motorenmuster: R-10 mit einfachen Sternmotor, SU-2 mit Doppelsternmotor.
Die Muster PE-2 und JAK-4 sind in der Luft schwer zu unterscheiden, am Boden aber infolge der verschiedenen Bauweisen leicht zu erkennen. Das Muster PE-2 ist in Ganzmetallbauweise ausgeführt, das Muster JAK-4 in Gemischt-, der Flügel in Holzbauweise.

Collection

Citation

Luftwaffe, “Die Kriegsflugzeuge der Feindmächte,” IBCC Digital Archive, accessed July 21, 2019, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/omeka/collections/document/10025.

Item Relations

This item has no relations.

Can you help improve this description?