Sternenbanner, London 29 November 1943

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Title

Sternenbanner, London 29 November 1943
Propaganda leaflet USG16

Description

USA propaganda leaflet covering bombs dropped on major German cities, American troops under training in the UK and the Russian front.

Publisher

IBCC Digital Archive

Date

1943-11-29

Contributor

Steve Baldwin

Rights

This content is available under a CC BY-NC 4.0 International license (Creative Commons Attribution-NonCommercial 4.0). It has been published ‘as is’ and may contain inaccuracies or culturally inappropriate references that do not necessarily reflect the official policy or position of the University of Lincoln or the International Bomber Command Centre. For more information, visit https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ and https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/omeka/legal.

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Four page newsletter

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STERNENBANNER
Herausgeber : U.S.A. Kriegsinformationsamt London, 29. November 1943

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Ein verwundeter deutscher Soldat wird in Italien von einem amerikanischen Soldaten des Sanitätskorps in Sicherheit gebracht. Gegen Ende November waren kaum bedeutende Veränderungen an der italienischen Front zu verzeichnen. Die alliierten Armeen erzielten örtliche Bodengewinne und verbesserten, trotz heftigen deutschen Widerstandes, ihre Stellungen.

“Ein Flugzeug alle fünf Minuten”
Ein amtlicher Bericht des USA Kriegsproduktionsamtes enthüllte, das simmer grördert warden. Charles E. Wilson, der stellvertretende Leiter dieses Amtes, gab hierzu folgende Einzelheiten bekannt:
“Seit Juli 1940 wurden in Amerika mehr als 140.000 Militärflugzeuge fertiggestellt, Im Oktober bauten wir 8.362 Maschinen, was einer Jahresproduktion von 100.000 Flugzeugen entspicht. In anderen Worten – beinahe alle fünf Minute nein Flugzeug. Noch wichtiger ist die Tatsache, dass wir der Erzeugung grosser vielmotoriger Maschinen, die kriegswichtige Ziele in allen Teilen Europas und Japans angreifen können, grösste Bedeutung beimessen. Im Oktober beispielsweise haben wir dreimal so viele viermotorige Bomber hergestellt, wie im vergangenen Januar. Unsere Bomberproduktion hat sich, verglichen mit Januar, im Oktober verdoppelt. Wir haben jedoch noch keineswegs unsere industrielle Leistungsfähigkeit voll ausgenützt.”
“Seit Juli 1940 haben wir mehr als 30.000 Schiffe aller Kategorien gebaut. In dieser Zahl sind nahezu 600 Kriegsschiffe für unsere Flotte – Schlachtschiffe, Kreuzer, Flugzeugträger, Zerstörer, Unterseeboote und andere Kriegsschiffe inbegriffen.”
“Die grosse Anzahl der von uns konstruierten neuen Kriegs- und Handelsschiffe ermöglicht e suns, Duetschland und Japan entscheidende Schläge zu versetzen.”

Neuer Höhepunkt der alliierten Luftoffensive
Die grosse alliierte Luftoffensive erreichte gegen Ende November einen neuen Höhepunkt. Kriegswichtige Ziele in vielen Teilen des Reiches und der Vasallenländer wurden in den letzten November – wochen von Westen und Süden, bei Tag und Nacht, von gewaltigen britischen und amerikanischen Bombergeschwadern angegriffen.
Berlin wurde damit zu der am schwersten bombardierten Start der Welt. In den drei Nachtangriffen – vom 18. auf den 19., 22. auf den 23. und 23. auf den 24. November – fielen allein mehr als 5.000.000 kg Bomben auf die Reichshauptstadt.
Das wuchtigste Bombardement erfolgte in der Nacht vom 22. auf den 23. November. Gegen acht Uhr abends hatte Berlin Fliegeralarm, 2.300.000 kg Bomben auf die Reichshauptstadt abgeworfen – mit anderen Worten ungefähr 77.000 kg in der Minute oder mehr als 1.250 kg in der Sekunde. Von den eingesetzten mächtigen Bomberverbänden kehrten 26 Maschinen nicht zurück.
Die RAF versetzte Berlin dabit in einer einzigen Nacht einen Schag, der fünfmal so heftig war, wie der konzentrierteste Angriff der Luftwaffe auf London.
In der darauffolgendemn Nacht unternahmen Bomberkräfte einen weiteren Grossangriff auf Berlin. Der Widerstand seitens der Nachtjäger war bei beiden Einflügen verhältnismässig gering und auch der Flak gelang es nicht, wirkungsvoll einzugreifen. 20 alliierte Bomber wurden hierbei vermisst.
Der Umfang und die zunehmende Wucht der alliierten Luftoffensive sind klar aus den nachstehenden Ziffern ersichtlich, welche die auf deutsche Industriestädte in diesem Jahre bis zum 25. November gefallenen Bombenlasten angeben:
Berlin 12.000.000 kg
Hamburg 10.000.000 kg
Essen 8.000.000 kg
Hannover 8.000.000 kg
Köln 8.000.000 kg
Mannheim-Lugwigshafen 7.000.000 kg
Berlin ist ein äusserst wichtiges Angriffsziel als Reichshauptstadt und Sitz der Nationalsozialistischen Partei; seine Rüstungswerke beschäftigen 10% der gesamten deutschen Industriearbeiterschaft; es ist der führende Bahn- und Flugverkehrsknotenpunkt Europas, da dort die 12 bedeutendsten Eisenbahnlinien zusammenlaufen.
In einer Betrachtung über die verstärkte Flugtätigkeit gegen Berlin schrieb der Londoner Evening Standard am 23. November: “Die deutsche Haupstaqdt erhält jetzt eine Kostprobe des gleichen ‘totalen Krieges’, den das deutsche Oberkommando vor zwei Jahren, allerdings mit unzuriechenden Waffen gegen England zu führen versuchte.”
Im November richteten sich Fliegerangriffe gegen viele kriegswichtige Anlagen in den deutsch-besetzten und Satellitenstaaten. Rüstungswerke, und Verkehrswege in Norwegen, Frankreich, Bulgarien, Italien und Griechenland erlitten Beschädigungen. Sofia, eines der wichtigsten Verkehrszentren im Balken, wurde zweimal von amerikanischen Kampfflugzeugen bombardiert.
Dieser Monat began mit dem dritten schweren Angriff auf die gewaltigen Messerschmitt-Werke in Wiener Neustadt in Österreich, der von amerikanischen Liberator-Bombern der neuen 15. Luftflotte ausgeführt wurde. Sie hat die Aufgabe, deutsche militärische und wehrwirtschaftliche Ziele vom Süden her anzugreifen.
Mitte November erfolgten von England, Nordafrika und Italien aus, heftige alliierte Luftangriffe auf die Verkehrslinien, die von Deutschland und Frankreich nach Itanien führen.
Am 16. November wurden Deutschlands wichtigster Bezugsquelle von Molybdän – das zur Härtung von Stahl und Erzeugung von Werkzeugmaschinen benötigt wird – von schweren alliierden Bombern, die von England aus Knaben in Norwegen angriffen, erhebliche Beschädigungen zugefügt. Luftaufnahmen zeigten Bombentreffer im Bergwerksgebiet und den Gebäuden, in denen die Molydbän-Erze der ganzen Umgebung verarbeitet warden.
Zwei Tage später flogen alliierte Luftstreitkräfte wieder in Norwegen ein und bombardierten die Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten der Luftwaffe in Kjeller, in der Nähe von Oslo.
Deutsche Fligplätze in Griechenland und auf Kreta wurden vom Süden und Flugfelder in Frankreich und den Niederlanden vom Westen her, angegriffen.
Am 26. November griff der stärkste Verband schwerer amerikanischer Bomber, der jemals von Stützpunkten in England bei des Flottenstützpunktes Brenen an. Selbst der gewaltige Fliegerangriff auf Wilhelmshaven, der am 3. November erfolgte, wurde damit in den Schatten gestellt. Von den Operationen dieses Tages, an dem leichte und mittlere Kampfflugzeuge auch militärische Ziele in Frankreich bombardierten, kehrten 34 alliierte Bomber und 5 Jäger nicht zurück. 61 deutsche Maschinen wurden abgeschossen.

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Der Kommandant eines deutschen U-bootes spricht mit einem amerikanischen Offizier an Bord eines Flugzeugträgers, dessen Maschinen das Unterseeboot im Atlantik versenkten. Im August, September und Oktober wurden 60 deutsche U-Boote, einer amtlichen alliierten Verlautbarung vom 10. November zufolge, zerstört.

Alliierte Hilfe für Kriegsopfer
President Roosevelt übermittelte dem Kongress, im Zusammenhang mit dem Hilfs-und Wiederaufbauabkommen, folgende Botschaft:
“Die Vertreter von 43 Nationen und Völkern haben gemeinsam mit unserer Regierung am 9. November 1943 eine Vereinbarung zur Schaffung eines internationalen Amtes für Hilfe und Wiederaufbau unterzeichnet, dessen Aufgabe es ist, den befreitten Gebieten beizustehen.”
“Die Organisation wird die befreiten Völker mit Medikamenten, Lebensmitteln, Kleidern und anderen dringend benötigten Artikern des täglichen Bedarfes versorgen, um ihre Lebenskraft wiederherzustellen; den der Feind hat die unterworfenen Länder ausgeplündert, um die Kriegsmaschine der Achsenmächte zu stärken.”
“Das Amt für Hilfe und Wiederaufbau wird jedoch nur die ersten Schritte in dem gewaltigen Hilfswerk für die Opfer des Krieges ergreifen können. Den grössten Teil dieser Aufgabe warden die befreiten Völker selbst zu lösen haben. Es kann die befreiten Nationen nur darin unterstützen, sich selbst zu helfen, um die Kraft wiederzugewinnen, ihre zerstörten Heimstätten, ihre verwüsteten Fabfiken und ihre ausgeplünderten Bauernhöfe wiederaufzubauen.”
“Der Krieg könnte wesentlich verkürzt warden, wenn die Volksmassen der Gebiete, die wir befrieen, organisiert warden, um den Armeen der Vereinten Nationen beizustehen.”
“Eine neue französische Armee, wurde
(Fortsetzung auf Seite 3)
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Auf dieser Konferenz in Hot Springs in den Vereinigten Staaten wurden Uebereinkommen hinsichtlich des Amtes der Vereinten Nationen für Hilfe und Wiederaufbau getroffen. Am 9. November unterzeichneten 44 Nationen, die 88% der Bevölkerung der Welt verkörpern, ein gegenseitiges Hilfsabkommen zur Behebung der Verwüstungen dieser Krieges.

Wie deutsche Kriegsgefangene in den Vereinigten Staaten leben
In einem abgeleegenen Tal am Fusse des Alleghany Gebirges in West-Virginia befindet sich ein Lager, in dem mehr als tausend junge Deutsche untergebracht sind. Sie verrichten dort ihre Arbeiten, spielen Fussball, singen Volkslieder. Die von ihnen verzehrten Speisen sind von Köchen aus ihrer Mitte zubereitet.
Diese Deutsc hen sind Kriegsgefangene. Die moisten gehörten in Nordafrika gekämpft. Sie stamen aus allen Teilen des Reiches.
Die Kriegsgefangenen sind in Kompanien von je 250 Mann eingeteilt. Da es in diesem Lager keine Offiziere gibt, können sie ihre Führer aus der Riehe der Unteroffiziere wählen.
Je 50 Mann bewohnen eine Baracke. Radioapparate stehen zu ihrer Verfügung. Es steht ihnen frei, amerikanische Zeitungen in englischer und deutscher Sprache zu lessen. Sie stellten bald fest, dass die amerikanische Presse neben den alliierten auch die deutschen Wehrmachtsberichte im Wortlaut veröffentlicht. Die Kriegsgefangenen erkannten ferner, dass es den amerikanischen Zeitungen nicht darum zu tun ist, ihren Lesern ein einseitiges Bild der aktuellen Ereignisse zu vermitteln. Selbst mitten im Kriege scheuen sie sich nicht, die Politik ihrer Regierung zu kritisieren.
Apfelstrudel und Backhuhn
Die Kriegsgefangenen erhalten die gleiche Kost, wie amerikanische Soldaten ihres Dienstgrades. Sie bereiten sich das Essen selbst auf deutsche Art zu, verwandeln die Zutaten für einen amelikanischen Apfelkuchen in einen Apfelstrudel und ziehen einem amerikanischen Backhuhn ein Brathuhn mit Füllung vor. Man kann sich von jedem Gericht soviel nehmen, wie man will.
Von Zeit zu Zeit treffen Liebesgabenpakete aus der Heimat ein, die moistens Süssigkeiten und Tabak enthalten.
Die Kriegsgefangenen stehen um halb sieben Uhr früh auf und um 11 Uhr nachts wird das Licht ausgelöscht. Sie betätigen sich als Tischler, reparieren Schuhe und reinigen ihre Wäsche; ausserhalb des Lagers arbeiten sie bei Bauern der Umgebung. Für ihre Arbeit im Lager bekommen sie täglich 80 cents (4 Reichsmark). Die Hälfte ihres Lohnes wird, für die Zeit nach dem Krieg, in einer Bank hinderlegt, die andere Hälfte sie sich in der Kantine Zigaretten, Schokolade oder leichte Getränke kaufen können.
Fussball ist der beliebteste Sport in der Freizeit. Es wird viel gesungen, Lieder aus alter Zeit, Lieder von “Wein und Weib,” vom Mondschein und dem Vaterland.
Kein Fluchtversuch
Bisher ist noch niemals ein Fluchtversuch unternommen worden. Eines Nachts wurdwn 200 Kriegsgefangene aufgeboten, um ein Waldfeuer zu löschen; sie arbeiteten in einem ferngelegenen Wald bis zum Morgengrauen mit langen Messern, Äxten und Pickeln. Aber nicht ein einziger versuchte zu entkommen. Die disziplin im Lager und die Moral der Leute sind ausgezeichnet.

Speisekarte aus einem Kriegsgefangenenlager
Auf Grund von Kapitel II, Artikel II, Vertragsnummer 846, Genfer Konvention vom 27. Juli 1929, entsprechen die Rationen für Kriegsgefangene, die sich in amerikanischen Händen befinden, derjenigen der Soldaten des amerikanischen Heeres.
Eine typische Speisekarte, aus einem amerikanischen Kriegsgefangenenlager, ist nachstehend abgedruckt:
Frühstück: Pfirsichkompott, Haferflocken, Milch, Rührcier, Marmelade, Butter, geröstete Brotscheiben, Kaffee.
Mittagessen: Tomatenscheiben, Rinderbraten, Bratkartoffeln, gebakkener Kürbis, Brot, Butter, Pfirsiche, heisser Kakao.
Abendessen: Gebratene Wurst, Bohnengemüse, Käse, Salzkartoffeln, Brot, Apfelmarmelade, Nachspeise, Kaffee.

Cordell Hull: “Sicherheit für Allen ach diesem Kriege”
Staatssekretär Cordell Hull erstattete am 18. November dem Kongress der Vereinigten Staaten in Washington einen Bericht über die Moskauer Konferenz.
Als Cordell Hull den Sitzungssaal betrat, in dem sich die Mitglieder des Senats und des Repräsentantenhauses versammelt hatten, begrüsste ihn ein Sturm des amerikanischen Nation an den Staatsmann, der trotz seiner 72 Jahre die lange und anstrengende Lreise von Washington nach Moskau unternommen hatte, um an der Konferenz teilzunehmen.
Cordell Hull erklärte:
“Der Krieg hat einen Punkt erreicht, da sich die Vereinten Nationen in jedem Teil der Welt in der Offensive befinden. Unsere Feinde erleiden eine Niederlage nach der anderen. Die Zeit wird kommen, wenn ihr verzweifeltes Unternehmen die Welt zu zerstören, endgültig vernichtet sein wird.”
“Aber während wir alle unsere Kräfte sammeln, um den Kreig zu gewinnen, sahen wir ganz klar ein, dass die Früchte des Sieges uns leicht verloren gehen könnten, wenn wir uns nicht über jene wesentlichen Grundsätze einegen, die die Wiederkehr der Tragödie eines Kreiges unmöglich Machen. Es war uns ebenso klar, dass unverzüglich eine Organisation geschaffen warden müsste, die diese Grundsätze zur Geltung bringt. Die Moskauer Konferenz bedeutet einen wichtigen schritt sowohl in unserem Bemühen, den Kreig zu verkürzen, als auch für die Zukunft vorzukehren.”
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Cordell Hull
“Die Konferenz war vom ungeheuren Umschwung in der militärischen Lage beherrscht. So schwer die Aufgaben noch sind, die wir zu bewältigen haben, es wird immer klarer, dass in naher Zukunft dem Fein dimmer mehr Gebiete entrissen warden und dass “Deutschland selbst mit seinen Vasallen den Weg des faschistischen Italiens wird gehen müssen. Diese Umstände haben neue Probleme erzeugt, die durch gemeinsame Aktionen der Alliierten gemeistert warden müssen. Unsere Beratungen in Moskau behandelten die Aktionen, die notwendig sind, um das Ende des Krieges zu beschleunigen, ferner die Pläne für die Zeit unmittelbar nach dem Kriegsende und endlich die Grundpläne für die Nachkriegswelt.”
“Wir haben uns verständigt und wichtige Vereinbarungen abgeschlossen. Es gibt keine Geheimverträge, niemand hat solche vorgeschlagen.”
“Es war uns Amerikanern eine besondere Genugtuung, dass dieser Grundsatz beschlossen wurde, den nirgendwo hat dieser Grundsatz weitere Anwendung gefunden als in der Familie der amerikanischen Nationen.”
Cordell Hull betonte die Wichtigkeit der Erklärung der vier Grossmächte, dass sie nach dem Ende der Feindse’igkeiten ihre Streitkräfte nicht auf Gebieten anderer Staaten einsetzen warden, ausser für jene Zwecke, die in der Erklärung ins Auge gefasst wurden; aber auch dann nur nach gemeinsamer Beratung.
“Mit dieser Erklärung,” fuhr Cordell Hull fort, “haben die Vereinigten Staaten, Grossbritannien, die Sowjetunion und China die Grundlagen gemeinsamer Arbeit für den Aufbau einer Welt gelegt, die es allen friedliebenden Nationen – gleichviel ob gross oder klein – ermöglichen wird, in Frieden und Sicherheit zu leben, die Frieheiten und Rechte eines zivilisierten Daseins zu bewahren und an den wachsenden Möglichkeiten wirtschaftlichen, sozialen und geistigen Fortschritts teilzuhaben.”
“Die Moskauer Konferenz beschloss, einen europäisischen beratenden Ausschuss mit dem Sitz in London einzusetzen. Er selbst wird keine executive Gewalt besitzen. Seine einzige Aufgabe wird es sein, die Regierungen der Vereinigten Staaten, Grossbritanniens und der Sowjetunion zu beraten und nicht-militärische Probleme in Beziehung zu den feindlichen Gebieten zu behandein.”
“Für die Behandlung der Probleme, die sich aus der Unterwerfung Italiens ergeben, wurde ein Rat eingesetzt, dem ausser den Vertretern der drei Grossmächte, Vertretern des französischen Komitees der Nationalen Befreiung und der jugoslawischen und griechischen Regierungen angehören warden.”
“In ihrer Erklärung über Italien hat die Konferenz eine Anzahl von Grundsätzen entwickelt, die für die demokratische Wiederherstellung des inneren politischen Aufbaues des Landes massgebend sein warden. Diese Grundsätze,wie Religionsfreiheit, Rede- und Versammlungsfreiheit und Pressefreiheit, bilden die grundlegenden Menschenrechte jeder zivilisierten Gemeinschaft.”
“Die Konferenz hat ferner den gewalt samen Raub des unglücklichen Österreichs als null und nichtig erklärt. Österreichs soll al sein freier und unabhängiger Staat wieder aufgerichtet warden. Gleichzeitig wurde jedoch dem österreichischen Volke zur Kenntnis gebracht, dass die Behandlung Österreichs nach einer endgültigen Prüfung vom Ausmass des Beitrages abhängig sein wird, den das österreichische Volk selbst für die Besiegung Deutschlands und Befreiung seines eigenen Landes leistet.”
“Die Konferenz bot auch die Gelegenheit, für eine feierliche Erklärung der Regierungschefs der drei Grossmächte über die barbarischen und verabscheuungswürdigen Verbrechen, die von den Naziführern an den gehetzten und verfolgten Einwohnern der besetzten Gebiete verübt wunden. Ihre Opfer sind Angehörige aller Rassen und Religionen. Aber die Juden hat Hitler als besondere Opfer seiner brutalen Wut ausersehen. Alle diese Verbrechen warden ihre angemessene Bestrafung finden.”
“Von überragendster Bedeutung war jedoch der Geist internationaler Zusammenarbeit, der die Konferenz beherrschte und seinen praktischen Ausdruck in den wie auch für die Nachkriegszeit, fand.”
“Ich bin als Amerikaner stolz,” so schloss Cordell Hull, “dass die beiden Häuser des Kongresses mit überwältigen den. Mehrheiten in Beschlüssen ihren Willen ausgesorochen haben, dass unser Land mit anderen souveränen Nationen am Aufbau eines wirksamen Systems internationaler Zusammenarbeit teilnehme, eines Systems, das den Weltfreiden sichert.”
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Amerikanisches Allerlei
Die Neue Schule für Sozialforschung in New York feierte im Herbst ihren zehnten Gründungstag. In 1933 hoffte Dr. Alvin Johnson ein Institut zu schaffen, um deutschen Wissenschaftlern, durch Hitler ihrer Posten beraubt, die Möglichkeit zu geben, wieder ihren Beruf ausüben zu können. Dadurch, dass den deutschen Gelehrten in rascher Reihenfolge die Wissenschafter Österreichs, der Tschechoslowakei, Italiens, Frankreichs, Polens, Belgiens, Norwegens und Griechenlands folgten, entwickelte sich das bescheiden begonnene Institut innerhalb kurzer Zeit zu einer der führenden Schulen für Sozialwissenschaften. Die Fakultät, die ursprünglich nur 10 deutsche Lehrer zählte, wuchs auf 22 Dauer- und 11 GastProfessoren an. sowie sechs Dozenten und viele Assistenten.

Im letzten Jahr hat sich Amerikas Eisenbahnverkehr fast verdoppelt: 24 Stunden im Tag fährt alle sechs Minute nein Truppentransport los, und alle vier Sekunden ein Güterzug ab.

Philip Murray, Präsident der CIO (Congress of Industrial Orgamisations), einer der grössten Arbeitervereinigungen Amerikas, sprach über die Judenverfolgungen in Dänemark: “Voller Genugtung erfahren wir, dass ungefähr 5.000 dänische Juden und 3.000 weitere Dänen nach Schweden entkommen sind. Die menschliche Art und Weise, in der Schweden den Verfolgten Unterkunft gewährt hat, verdient die grösste Anerkennung. Die dänische Arbeiterschaft hat uns bewiesen, dass es ihr nicht an Mut fehlt. Der von jeher bekannte dänische Gerechtigkeitssinn hat sich wiederum durchgesetzt: - Die dänischen Arbeiter haben sich nicht von den Nazis einschüchtern lassen und sind ihren jüdischen Kameraden brav zur Seite gestanden.”

Der Leiter des amerikanischen Wohnbauamtes erklärte, dass im Rahmen des Kriegswohnbauprogrammes, bis zum 1. November dieses Jahres 600.000 Wohnhäuser gebaut wurden. Über 80.000 weitere Wohnhäuser sin dim Bau.

Amerikanische Elitetruppen beteiligten sic him November an grossangelegten Manövern an der englischen Küste. Dies gehört zu ihrer Ausbildung für die “Zweite Front.”
Bei den Manövern wurden Panzerkampfwagen, Artillerie, Pakverbände, Flammenwerfer, mittlere Bomber, Jäger und neuartige Waffen, die bei Landungsoperationen zum Einsatz kommen warden, verwendet.
Die Bilder auf dieser Seite zeigen interessante Einzelheiten dieser Invasionsübungen:
1. Truppen in voller Ausrüstung benützen Netze, mit deren Hilfe sie schnell von der Schiffen in die Landungsboote gelangen können.
2. Die Soldaten stürmen mit ihrer Ausrüstung ans Ufer.
3. Diese Amphibien-Fahrzeuge bewegen sich ebenso gut zu Lande, wie zu Wasser. Sie versorgen die Truppen am Ufer mit Kriegsmaterial und anderen Vorräten, die auf Schiffen mitgeführt wurden.
4. Ein M-4 Tank überwindet alle Geländeschwierigkeiten.
5. Die hier abgebildete Waffe ist ein für die Bekämpfung von Panzerwagen bestimmtes Raketengeschütz. Die amerikanischen Soldaten nennen es “Bazooka.” Zwei Mann genügen zu seiner Bedienung, es wiegt nicht viel und wird wie ein Gewehr gehandhabt. In Nordafrika, Sizilien und Italien hat es sich ausserordentlich gut bewährt.
Die Invasionsübungen sollten einer wirklichen Schlacht, soweit als möglich, gleichen. Es wunde scharf geschossen, Explosionen von Füllpulver 31 ereigneten sich, Stacheldraht, natürliche und künstliche Hindernisse alle Art, mussten überwunden warden, um die Verhältnisse an der Front realistisch darzustellen.

Wachsende USA Hilfe für die Sowjetunion
In Washington wurden im November die neuesten Ziffern über das, der Sowjetunion im Rahmen des Leih- und Pachtabkommens gelieferte Kriegmaterial, amtlich bekanntgegeben.
Die nachstehenden Mengen von Kriegsmaterial wurden bis zum 30. September 1943 in die U.S.S.R. befördert:
Mehr als 6.500 Flugzeuge
Mehr als 3.000 Panzerkampfwagen
Mehr als 125.000 Maschinenpistolen
Mehr als 145.000 Lastkraftwagen
Mehr als 25.000 PKW
Mehr als 200.000 Feldtelphone
Mehr als 1.000.000 Tonnen Stahl und Stahlprodukte
Mehr als 300.000 Tonnen nicht-eisenhaltiger Metalle
Mehr als 300.000 Tonnen Chemikalien und Sprengstoffe
Mehr als 500.000 Tonnen PetroleumProdukte.
Die nach der Sowjetunion verschifften Nahrungsmittel, die hauptsächlich aus Weizen, Mehl, Fleisch, Ölen und Fetten bestanden, hatten den Zweck, den Verlust der von den deutschen Truppen besetzten fruchtbaren Gerbiete auszugleichen. Mehr als 10.000 Tonnen Saatgetreide wurden ebenfalls nach Russland geschafft. Obwohl Nahrungsmittel nur einen Bruchteil der amerikanischen Gesamtlieferungen bildeten, haben sie sich doch als ausserordentliche Hilfe für die russischen Streitkräfte und die Zivilbevölkerung erwiesen.

USA Lebensmittelproduktion
Claude Wickard, der Leiter des amerikanischen Landwirtschaftsamtes, gab bekannt: “Die Landwirtschaftsproduktion in den Vereinigten ~Staaen ist dieses Jahr um ungefähr 43 Prozent höher als während derselben Zeitspanne im ersten Weltkrieg.

Alliierte Hilfe
(Fortsetzung von Seite 1)
zum Beispiel, bereits geschaffen. Immer mehr Italiener aus Sizilien und Italien kämpfen bereits Schulter an Schulter mit den Soldaten der Vereinten Nationen auf ihrem Marsch nach Berlin. Viele sind mit dem Bau von Strassen und militärischen Einrcihtungen beschäftigt, die unsere Kriegsoperationen erfordern. Millionen warten auf den Augenblick, wenn auch sie zum Schlag gegen den Feind ausholen können.”
“Diese Völker woollen keine milden Gaben. Sie woollen die Kraft wiederfinden, um zu kämpfen und ihren Anteil zur Sicherung des Friedens beizutragen. Den befreiten Nationen während des Krieges zu helfen, ist eine militärische Notwendigkeit, aber auch ein Gebot der Menschlichkeit.”
“Die Verwüstungen und Zerrüttungen, welche die Kriegsmaschinen der Deutschen und Japaner verursacht haben, sind so ungeheuer, dass dieser Weltkatastrophe nur durch eine gemeinsame Aktion der 44 Vereinten Nationen Einhalt geboten warden kann. Die Vereinbarung, die das Amt für Hilfe und Wiederaufbau ins Leben rief, sieht daher vor, dass jede Nation, ihren Mitteln entsprechend, zu diesem gemeinsamen Werk beitragen soll. Jede Nation wird selbst entscheiden, wieveil und was sie beisteuern kann.”
“Die Art und die Grösse des Beitrages der Vereinigten Staaten wird, im Einklang mit den Bestimmungen des Hilfs-und Wiederaufbauabkommens, vom Kongress auf verfassungsmässige Weise festgesetzt warden.”
“Vorläufig empfehle ich dem Kongress, einen Gesetzesentwurf anzunehmen, der die Mittel bereitstellt, um den Vereinigten Staaten die Teilnahme am Amte für Hilfe und Wiederaufbau zu gestatten.”
FRANKLIN D. ROOSEVELT.

Neue Ölanlage
Die Sun Oil Company hat in Pennsylvanien die grösste Anlage zur Herstellung hochgradigen Flugzeugbenzins fertiggestellt und sie bereits in Betrieb genommen. Die wöchentliche Produktion dieser Anlage genügt, um mehr als 2.000 viermotorige Bomber mit Triebstoff für Flüge von England nach Berlin und zurück, zu versorgen.
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Beginn des dritten Kriegswinters im Osten
“Heute morgen war die Erde Weiss. Der erste Schnee ist hier bei un sim Süden der Ostfront gefallen. Der Wind ist kalt und die Tage sind kurz,” so leitete der Kriegsberichterstatter Heinz Mägerlein im deutschen Rundfunk am 21. November seinen Frontbereicht ein.
“Der Winter steht vor der Türe,” so fuhr er fort. “Es ist der dritte Winter, der deutsche Soldaten in der östlichen Weite in schwerstem Ringen sieht . . . Keiner von uns weicht den Gedanken aus, die erster Schnee und erste Kälte auslösen. Keener hat Illusionen . . .”
Als für die deutsche Armee der dritte Winter im Osten began, tobten blutige Schlachten am Westufer des Dnjepr, wo die Russen starke Brückenköpfe errichtet hatten und Schlachten am Zusammenfluss des Sosh und des Dnjepr südlich Gomels, nördlich und südlich Kiews, bei Tscherkassy, bei Krementschug und bei Dnjepropetrowsk.
Die Sowjets hatten eine eigene Armee für den Winterfeldzug bereitgestellt, ausgerüstet mit all den Erfordernissen und Waffen für Operationen in Eis und Schnee. Die Rote Winterarmee war für die grosse russische Sommeroffensive nicht beansprucht worden. Die deutsche Armee, die gehofft hatte, sich in der Dnjeprlinie eingraben und dort überwintern zu können, kämpfte verweifelt bei Kriwoirog und bei Gomel, wo sie die Pripjetsümpfe im Rücken hatte.
Die Russen sturmten am 6. November Kiew, die Hauptstadtder Ukraine und Russlands drittgrösste Stadt, nachdem sie sie vorher eingeschlossen hatten. Gleich darauf treiben sie die Deutschen mehr als hundert Kilometer weiter gegen den Westen. Sie eroberten Shitomir, Korosten und Owrutsch und durchschnitten die Eisenbahnlinie, die den Norden mit dem Süden der Fronten verbindet. Erst jetzt versuchten die Deutschen Gegenangriffe. Sie eroberten Shitomir zurück – es war der erste wesentliche Erfolg, den sie nach vielen Monaten in Russland erzielt haben – und drangen eine Strecke gegen den Osten vor. Die Russen setzten dem deutschen Vormarsch heftigen Widerstand entgegen, um ihn zum Stehen zu bringen und nötigten die Deutschen, von allen Frontabschnitten Verstärkungen heranzuführen. Nördlich von diesem Abschnitt errichtete die Rote Armee einen Brückenkopf am Westufer des Dnjepr bei Rjetschiza. Gomel am Flusse Sosh, der dort vom Osten in den Dnjepr mündet, wurde abgesschnitten und am 26. November zurückerobert. Von dort drang die Rote Armee tief in das Gebiet Weissrusslands.

Deutsche Propaganda
Das deutsche Propagandaministerium hatte den Rückzug im Sommer mit der Behauptung gerechtfertigt, dass dadurch die Verbindungslinien verkürzt und die Kampfkraft der Truppen aufgespart warden würde. Nichts von alledem wurde erreicht. Denn die deutschen Verbindungslinien mussten unter dem Drunk der unnachgiebigen russischen Angriffe gewechselt warden; sie wurden umso komplizierter, je tiefer die Russen in die deutschen Linien brachen. Als die Russen über die Nogaische Steppe gegen die Dnjeprmündung vordrangen, schnitten sie die Krim völlig zu Lande ab. Die Rote Armee durchbrach an vielen Punkten die Eisenbahnlinien von Westen nach Osten und von Norden nach Süden. Nach der Eroberung von Korosten trennten sie die Verbindung zweischen der nördlichen und südlichen Front; übrig blieb nur eine Eisenbahnstrecke 150 Kilometer weiter gegen den Westen.
Ebensowenig gelang es, die deutsche Kampfkraft aufzusparen. Marschall Stalin erklärte am 6. November, dass die Deutschen 4.000.000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen während der vergangenen 12 Monate verloren hatten und überdies aus drei Vierteln der Gebiete vertrieben worden waren, die sie einst in Russland besetzt hatten.

DIE STIMME AMERIKAS
Auf Mittelwelle weitergeleitet vom britischen Rundfunk:
ZEIT 09.00 METER 1500, 373, 49, 41, 31.
21.00 METER 373, 285, 49, 42, 41, 31.
Auf Kurzwelle allstündlich um Viertel nach:
[table]
Arbeiterprogramm täglich um 06.15 und 20.15
Sie hören Kriegsgefangenenpost in den unterstrichenen Programmen

“Noch niemals . . .”
Adolf Hitler erklärte am 8. November 1941 in einer Rede anlässlich des 18. Jahrestages des Münchner Putsches:
“Noch niemals ist ein Riesenreich in kürzerer Zeit zertrümmert und niedergeschlagen worden, als dieses Mal Sowjetrussland.”
Bei der gleichen Gelegenheit bemerkte der Führer:
“Ich habe auf gewissen Gebieten überhaupt keine Experten. Bei mir genügt immer mein Kopf ganz allein.
. . Wenn also wirklich eine Veränderung irgendwo stattfinden soll, dann entsteht das zunächst in meinen Gehirn und nicht im Gehirn anderer, auch nicht in dem von Experten.”

Die Überschreitung des Dnjepr
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Auf dieser Karte sind die Stellen ersichtlich, an denen die Russen den Dnjepr überschritten und tief in die deeutschen Linien eindrangen.
[26. Nov. 1943]

Japaner von Stützpunkten vertrieben
Im Laufe dieses Herbstes richteten sich die Angriffe der Alliierten zu Lande, zu Wasser und aus der Luft gegen von den Japanern besetzte Inseln im Stützpunkte beherrschen die Seewege nach Japan über die Philippinen und Hollänadisch-Ostindien.
Die Stadt Rabaul auf Neu-Britannien ist die Schlüsselstellung, die japanische Truppen- und Kriegsmaterialtransporte passieren müssen, um von im Norden gelegenen Stützpunkten die Kampffronten im südwestlichen Stillen Ozean zu erreichen. Vom 13. Oktober bis zum 14. November bombardierten die Alliierten dieser Stützpunkt immer wieder heftig. Die Angriffe wurden von Landflugzeugen und Maschinen ausgeführt, die von Flugzeugträgern aufstiegen. Japanische Kriegsund Handelsschiffe, Hafenanlagen und Flugplätze, sowie mehr als 400 Flugzeuge, wurden hierbei zerstört.
Immer weiter ihren Ring um Rabaul verfengend, vertrieben die alliierten weiter südwestlich die Japaner aus ihren Stützpunkten Salamaua, Lae und Finschhafen an der Nordküste von Neu-Guinea, einer Insel, die grosser ist, als Deutschland, Österreich, Ungarn und die TschechoSlowakei zusammengenommen. Im Süden eroberten die Alliierten schon zu Beginn des vergangenen Sommers Stützpunkte auf den Inseln Woodlark und Trobriend.
Südlich Rabaul landeten alliierte Streitkräfte auf Bougainville, der einzig übrig bleibenden Insel der Salomonen in Richtung auf Neu-Britannien. Marinesoldaten landeten am 1. November in der AugustaBucht. Alliierte Infanterie folgte ihnen. Gegenangriffe der Japaner wurder zurückgeschlagen und der Brückenkopf erweitert und ausgebaut.
Nach einem schweren Bombardement durch Kriegsschiffe und Flieger, die von Flugzeugträgern aus operierten, landeten am 20. November amerikanische Marinesoldaten auf den Inselgruppe im Stillen Ozean. Die zu der Gilbert-Inselgruppe gehörige Betio-Insel wurde am 23. November von amerikanischer Marineinfanterie besetzt.
Die Herrschaft über diese Inseln würde es den Alliierten ermöglichen, die Stützpunkte der Japaner im mittleren Stillen Ozean auf der Marshall- und Karolinen-Inselgruppe, zu umgehen.
Auch die Marshall- und Wake-Inseln, nördlich der Inselgruppe Gilbert, wurden von amerikanischen Bombern angegriffen.
Inzwischen feierten die Japaner einen Phantasie-Sieg. Die New York Times äussertte sich am 16. November über den angeblich grossen japanischen Sieg in einer Seeschlacht mit folgenden Worten:
“Dies ist eines der erstaunlichsten Betrugsversuche der Geschichte. Vor zwei Wochen began Radio Tokio damit, Berichte über eine Reihe von See- und Luftgefechten bei Bougainville zu senden. Nach und nach behaupteten die Japaner hundert amerikanische Kriegsschiffe, darunter zwei Flugzeugträger, vier Schlachtschiffe und zwei Kreuzer ausser Gefecht gesetzt und 268 Flugzuge abgeschossen zu haben. Wie das Marineministerium der Vereinigten Staaten feststellt, wurden diese Schlachten nie ausgefochten und daher auch keine amerikanischen Kriegsschiffe versenkt. Das einzige wirkliche Gefecht, das sich bei Bougainville abspielte, war die Zerstreuung leichter japanischer Seestreitkräfte.”
USG. 16

Citation

Office of War Information, “Sternenbanner, London 29 November 1943,” IBCC Digital Archive, accessed November 12, 2019, https://ibccdigitalarchive.lincoln.ac.uk/omeka/collections/document/17682.

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